Aktionsbündnis für Bildung und Beschäftigung

Bericht über die Arbeit des Aktionsbündnisses für Bildung und Beschäftigung Hamburg – Hamburger Fachkräftenetzwerk – Bewertung der strategischen Ansätze der Fachkräftestrategie und der Arbeit des Fachkräftenetzwerks gemäß Drucksache 20/8154

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Frau Präsidentin,

meine Damen und Herren,

Hamburg steht gegenwärtig wirtschaftlich gut da.

Wir haben gute Wachstumszahlen.

Wir haben eine gute Beschäftigungssituation.

Das alles führt dazu, dass die Finanzen der Stadt in guter Ordnung sind.

Gleichzeitig wissen wir, dass, obwohl wir in einer wirtschaftlich prosperierenden Phase sind, unsere Stadt vor Herausforderungen steht.

Vor der Herausforderung, auch zukünftig den dringend notwendigen Fachkräftebedarf in der Stadt zu sichern.

Daher hat der Senat im Jahr 2013 unter Einbindung aller wesentlichen Akteure eine Fachkräftestrategie entwickelt und umgesetzt.

Strategische Ansätze sind die vier Säulen:

  1. „Qualifizierung“,
  2. „Sicherung des Erwerbspersonenpotenzials“,
  3. „Zuwanderung“ und natürlich
  4. „attraktive und gute Arbeitsbedingungen“.
  5. Ziel der Fachkräftestrategie ist es,
  • kurzfristig Stellenbesetzungsengpässe abzufedern,
  • mittelfristig die Strukturen im Aus-, Weiterbildungs- und Hochschulbereich auf geänderte Qualifikationsanforderungen anzupassen
  • und langfristig für die Stadt und die Metropolregion ein hohes Erwerbspersonenpotenzial zu sichern und dieses voll auszuschöpfen. Es ist der richtige Ansatz, eine gemeinsame Analyse zum Angebot und zur Nachfrage nach Fachkräften für Hamburg herzustellen.

Meine Damen und Herren, Insbesondere in den Themenfeldern:

in den letzten vier Jahren hat das Fachkräftenetzwerk vieles auf den Weg gebracht.

Und es ist der richtige Ansatz gemeinsam Lösungen zur Fachkräftesicherung zu entwickeln und ein gemeinsames Vorgehen abzustimmen.

Die Arbeit im Netzwerk hat bestätigt, dass für eine nachhaltige Fachkräftesicherung alle Akteure im Zusammenspiel von Wirtschaft und Staat verantwortlich sind.

  • Arbeitsmarktintegration,
  • Ausbildung und Qualifizierung,
  • Erhalt von Erwerbsfähigkeit,
  • Ausbau des Fachkräftepotenzials und
  • Inklusion: Hier hat das gemeinsame Fachkräftenetzwerk gut und schnell neue Handlungsbedarfe erkannt. Das Fachkräftenetzwerk hat anhand der Fachkräftestrategie Herausforderungen und Handlungsfelder erkannt und die dazu gehörigen Lösungswege angestoßen.Diese sind im Senatsbericht aber auch in den Stellungnahmen der Akteure klar definiert worden.
  • Das Thema Digitalisierung mit seinen Handlungsfeldern
  • Dennoch steht das Fachkräftenetzwerk in Hamburg vor weiteren Herausforderungen und zukünftigen Handlungsfeldern.

Meine Damen und Herren,

In diesem Zusammenhang möchte auf die Herausforderungen durch die stark gestiegene Zuwanderung von Geflüchteten 2015 hinweisen.

  • Arbeit 4.0,
  • Industrie 4.0 und
  • Bildung 4.0
  • wird Arbeitsschwerpunkt.

 

Aber auch Fragen

  • zum Erhalt der Attraktivität der dualen Ausbildung,
  • zur Verbesserung der Durchlässigkeit der Bildungssysteme,
  • zur allgemeinen Arbeitsmarktintegration,
  • zur Erschließung von Erwerbspotenzialen bei Menschen mit Behinderung, Älterer und bei Minijobbenden sowie
  • zur betrieblichen Weiterbildung Auch der aktiven Gestaltung von Zuwanderung wird das Fachkräftenetzwerk erörtern und anstoßen.

Hamburg ist bei der Herausforderung, auch zukünftig den dringend notwendigen Fachkräftebedarf in der Stadt zu sichern, bereits auf gutem Weg.

In den letzten Jahren ist viel auf die Gleise gesetzt worden. Über die zukünftigen Handlungsfelder würde meine Fraktion gern im zuständigen Ausschuss weiter diskutieren.