Arbeitskampf für Mindeststandards für Arbeitnehmer und ihre Grundrechte wird fortgesetzt

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Hannover/Hamburg, 11. Dezember 2012

Beim gestrigen Gespräch mit den Verhandlern der Neupack Verpackungen GmbH & Co. KG ist deutlich geworden, dass diese kein Mandat für eine langfristige Festlegung der Volumen in einem Entgeltsystem für die Beschäftigten der Neupack Verpackungen GmbH & Co. KG hatten. Erneut wurden weder konkrete Löhne noch die langfristige Definition der Entgelte in Aussicht gestellt.

Die Tarifkommission der IG BCE hatte den Arbeitgebern ermöglicht, ohne Gesichtsverlust eine Befriedung im Unternehmen zu erreichen. Stattdessen aber stand im Vordergrund aller Überlegungen der ideologische Wille, keine langfristige Vereinbarung mit der Gewerkschaft abzuschließen. Damit stellt sich das Unternehmen außerhalb der in unserer Gesellschaft üblichen und akzeptierten Normen. Neupack lehnt einen Tarifvertrag und alles, das dem Anschein nach ein Tarifvertrag sein könnte ab. Die IG BCE bedauert diese ideologische Festlegung der Arbeitgeber – sie blockiert jegliche Einigungsmöglichkeit. Ralf Becker, Vorsitzender des IG BCE Bezirks Nord: “Es ist unerträglich mit welcher Arroganz die Arbeitgeber ignorieren, dass die Menschen, die für den persönlichen Wohlstand der Familie Krüger sorgen, auch ein Recht auf gerechte Löhne und Arbeitsbedingungen haben.”

Aus Erfahrung weiß der Betriebsrat, wie schwierig und kompliziert Betriebsvereinbarungen zu erreichen sind und ist daher, wie der Gesetzgeber, der Auffassung, dass der Tarifvertrag das geeignete Mittel zur Festlegung von Entgelten ist. Neu: Deswegen wird der Arbeitskampf für Mindeststandards für Arbeitnehmer und ihre Grundrechte fortgesetzt.

Für Samstag, 15. Dezember, rufen IG BCE und der Betriebsrat zu einer großen Solidaritäts-Demonstration auf. Sie findet ab 11.00 Uhr auf dem Hachmannplatz am Hamburger Hauptbahnhof statt. IG BCE-Bezirksleiter Jan Eulen: “Wir werden der Besitzerfamilie Krüger zeigen, dass ihr Vorgehen keinen Platz in der Gesellschaft hat. Und wir werden ganz Hamburg zeigen, mit welch bewundernswerten Mut und Entschlossenheit die Streikenden für unser alle Interesse nach Demokratie am Arbeitsplatz eintreten.”

Neu: Unterdessen weist die IG BCE die Darstellung der Neupack zurück, für eine Eskalation am Werkstor Hamburg-Stellingen gesorgt zu haben. Jan Eulen: “Keiner unserer Streikposten ist an der Aktion beteiligt gewesen. Unser Eindruck ist, das Neupack durch ständige Anrufe bei der Polizei und strafrechtliche Vorwürfe die Situation verschärfen will, weil sie keine wirklichen Argumente mehr gegen Tarifverhandlungen hat und deswegen nun versucht, den Streik, den Betriebsrat und die IG BCE zu diskreditieren.”

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