Auf Augenhöhe mit weiterführenden Schulen

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Hamburg gleicht Gehälter der Grundschullehrkräfte an

In den letzten Jahren hat die Bildungsforschung sehr deutlich herausgearbeitet, dass der Bildungserfolg von Kindern nicht erst in der Oberstufe, sondern in allen Schulstufen und insbesondere in der Grundschule nachhaltig geprägt wird. Zudem wurde die große Bedeutung der Qualifikation und Motivation der Lehrkräfte für ein erfolgreiches Lernen, für guten Unterricht und gute Schule erkannt.

Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse hat sich Hamburg auf den Weg gemacht. Mit Erfolg. Unterstützt durch viele kleine und größere Verbesserungen im Schulsystem sind Hamburgs Schülerinnen und Schüler in den Lernstandsuntersuchungen der letzten Jahre im Bundesvergleich deutlich vorangekommen. Trotz besonderer Herausforderungen – so sprechen beispielsweise rund ein Viertel aller Hamburger Kinder zu Hause kein Deutsch – konnten sich die Lernstände der Hamburger Schülerinnen und Schüler im bundesweiten Vergleich erheblich verbessern. Kein anderes Bundesland kann vergleichbare Erfolge vorweisen.

Bildungssenator Ties Rabe: „Das ist vor allem der ganz persönliche Erfolg der Hamburger Lehrerinnen und Lehrer. Dafür gebührt ihnen großer Dank – von den Schülerinnen und Schülern, von den Eltern, von Senat und Bürgerschaft und ganz besonders von mir als zuständigem Senator. Denn das alles ist nicht selbstverständlich.“

Angesichts des Engagements der Hamburger Lehrkräfte, aber auch angesichts der Bedeutung guter Lehrkräfte für den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen, sollten Hamburgs Lehrkräfte deshalb auch nicht mehr wie in fast allen anderen Bundesländern unterschiedlich besoldet werden. Senat und Bürgerschaft haben deshalb beschlossen, die Gehälter von Grundschullehrkräften sowie von Grund-, Haupt- und Realschullehrkräften schrittweise auf das Niveau der Gehälter der Kolleginnen und Kollegen an den Gymnasien, Berufsschulen und Sonderschulen anzuheben. 

Die Erhöhung wird in drei Stufen organisiert. Ab dem 1. August 2021 werden Grund-, Haupt- und Realschullehrkräfte zusätzlich zu ihren bisherigen Bezügen eine monatliche, ruhegehaltfähige Zulage von zunächst 150 Euro erhalten. Ab dem 1. August 2022 soll diese monatliche Zulage auf 300 Euro steigen. Das Gehalt nähert sich somit in nur zwei Schritten den Bezügen aus der Besoldungsgruppe A13 an. Ab dem 1. August 2023 bekommen die Lehrkräfte dann das volle Gehalt A13 mit kleiner Zulage. Zusätzlich werden die Gehälter der Lehrkräfte mit Funktionsstellen oder Beförderungsstellen zum 1. August 2022 um eine halbe Besoldungsstufe angehoben.

Die in dieser Zeit neu eingestellten Kolleginnen und Kollegen werden entsprechend der zum Zeitpunkt ihrer Einstellung gültigen Besoldung in das Stufenmodell eingebunden. Auch die Bezahlung der tarifbeschäftigten Kolleginnen und Kollegen im Angestellten-Verhältnis wird entsprechend angepasst. Übrigens: Alle Erhöhungen, die mindestens zwei Jahre vor einer Pensionierung erfolgt sind, sind voll ruhegehaltfähig.

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