„Gute-Kita-Gesetz“: Kostenlose Ganztagsbetreuung für Hamburgs Vorschulkinder

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Seit dem 1. August müssen Eltern, die staatliche Transferleistungen wie Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe bekommen, für die Betreuung ihrer Kinder bis zum Schuleintritt keine Gebühren mehr zahlen. Dies betrifft Familien, die Leistungen nach dem SGB II, dem SGB XII oder dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen oder die einen Kinderzuschlag oder Wohngeld erhalten. Die Gebührenbefreiung gilt damit auch für alle Eltern von Vorschulkindern, die nach dem Hamburger Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) leistungsberechtigt sind. Für sie ist die Nachmittagsbetreuung in der Schule wie auch die Ferien-, Früh- und Spätbetreuung künftig kostenlos. Zusätzlich können Familien mit sehr geringem Einkommen beantragen, die Gebühren zu reduzieren oder zu erlassen.

In den nächsten Tagen werden die Schulen alle betroffenen Familien über das neue Angebot informieren. Eltern, die für das laufende Schuljahr bereits eine Betreuungsleistung für ihr Vorschulkind gebucht haben, müssen nichts bezahlen und bekommen einen neuen Gebührenbescheid über Null Euro. Wer sich aufgrund der neuen Gebührenbefreiung jetzt entschließt, sein Vorschulkind nachträglich für die Ganztagsbetreuung anzumelden, wird gebeten, vorab mit dem Träger zu klären, ob das Kind sofort in die Betreuung aufgenommen werden kann oder ob eine Änderungsfrist einzuhalten ist. Übrigens: Hamburg bietet BuT-leistungsberechtigten Familien im Rahmen der Ganztagsbetreuung bereits seit zwei Jahren eine kostenlose Ferienbetreuung an.

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