Immer mehr Schulabgänger beginnen direkt nach der zehnten Klasse eine Ausbildung

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Reform zeigt Erfolg

Für den Start ins Berufsleben ist es wichtig, möglichst bald nach der Schule eine Berufsausbildung zu beginnen. In Hamburg gelingt das immer mehr Jugendlichen nach der zehnten Klasse: Nach den Sommerferien 2017 haben 1.985 der insgesamt 5.040 Schulabgänger (39,4 Prozent) gleich im Anschluss einen Ausbildungsplatz gefunden, das sind 208 mehr als im Vorjahr (2016: 34,4 Prozent). Die Chancen der Schülerinnen und Schüler aus den staatlichen Stadtteilschulen sind in der Regel sogar noch besser: Durchschnittlich 45 Prozent von ihnen können dank guter Vorbereitung direkt nach der Schule eine Ausbildung beginnen. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Reformen in der beruflichen Bildung sich auszahlen: Vor fünf Jahren lag die Übergangsquote von der Schule ins Berufsleben noch bei nur rund 25 Prozent.

Rund ein Drittel aller Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs verlassen jedes Jahr Hamburgs Schulen nach Klasse 10 mit einem Real- oder Hauptschulabschluss, in seltenen Fällen auch ohne Schulabschluss. Diese Jugendlichen hatten es in der Vergangenheit schwer, nach der Schule eine Ausbildung oder Beschäftigung zu beginnen. Bildungssenator Ties Rabe: „Deshalb hat der Senat mehrere Reformen eingeleitet und so die Übergangsquote deutlich gesteigert. Heute können wir eine deutliche Verbesserung bilanzieren: Knapp 40 Prozent der Schulabgänger schaffen direkt nach der Schule den Übergang in Ausbildung und Beruf, weitere rund 25 Prozent dieser Gruppe schaffen den Sprung ein Jahr später, so dass nach einem Jahr rund zwei Drittel der Schulabgänger eines Jahrgangs den Übergang in Ausbildung und Beruf erfolgreich absolviert haben.“

Zur Verbesserung des Übergangs hatte der Senat ein umfangreiches Reformpaket verabschiedet. Dazu zählt das neue Unterrichtsfach „Berufs- und Studienorientierung“ in den Klassen 8 bis 10 der Stadtteilschulen, in dem alle Schüler auf die Arbeitswelt vorbereitet und ihre beruflichen Möglichkeiten analysiert werden. Alle Schüler absolvieren zudem Praktika in Hamburger Betrieben und Einrichtungen. Damit kein Jugendlicher verloren geht, wurde außerdem in jedem Bezirk eine Jugendberufsagentur (JBA) gegründet, in der Experten aus Arbeitsagentur, Jobcenter, Bezirksämtern und Schulen ein lückenloses Beratungs- und Übergangsmanagement für jeden Schulabgänger bieten. Wer den Übergang im ersten Anlauf nicht schafft, bekommt eine zweite Chance in der neu geschaffenen dualisierten Ausbildungsvorbereitung (AvDual), die schulischen Unterricht mit Praktika in den Ausbildungsbetrieben kombiniert.

Quelle: BSB

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