Schulgeldfreiheit für Gesundheitsberufe erfolgreich eingeführt

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In diesem Jahr profitieren 1.108 Schülerinnen und Schüler der Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie von der Hamburger Landesregelung

Seit dem 1. April fördert der Hamburger Senat Schülerinnen und Schüler an privaten, staatlich anerkannten Berufsfachschulen der Ausbildungsgänge der Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie durch die Abschaffung des Schulgeldes. Für die Auszubildenden bedeutet diese Maßnahme eine Ersparnis von durchschnittlich 450 Euro monatlich. Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) zahlt 2019 3.556.800 Euro für das Förderprogramm. Da sich die Förderung sowohl auf alle laufenden, als auch auf neustartende Ausbildungsjahrgänge bezieht, profitieren insgesamt 1.108 Schülerinnen und Schüler von der Maßnahme, die dem Fachkräftemangel in den Gesundheitsberufen entgegenwirken soll.

Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks: „Wir sehen die Bundesregierung weiter in der Pflicht, für eine bundeseinheitliche Regelung in Sachen Schulgeldfreiheit in den Gesundheitsfachberufen zu sorgen. Bis dahin haben wir in Hamburg mit der ab April eingeführten Schulgeldfreiheit dafür gesorgt, dass 1.108 Schülerinnen und Schüler der Gesundheitsfachberufe Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie kein Geld mehr für ihre Ausbildung zahlen müssen. Denn es kann nicht sein, dass bei Mangelberufen im Gesundheitswesen die Auszubildenden auch noch Geld mitbringen müssen.“

Physiotherapeutinnen und -therapeuten, Ergotherapeutinnen und -therapeuten sowie Logopädinnen und Logopäden leisten einen wichtigen Beitrag zur gesundheitlichen Versorgung in unserer älter werdenden Gesellschaft. Die Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit hat für das Jahr 2018 einen Fachkräftemangel für die Berufsgruppen der Physiotherapie und Sprachtherapie in allen Bundesländern festgestellt.

In Hamburg werden in den Ausbildungen Ergotherapie und Physiotherapie 82 Prozent der Gesamtzahl der Schulplätze und in dem Bereich der Logopädie 40 Prozent der Schulplätze von den kostenpflichtigen privaten Berufsfachschulen abgedeckt. Mit der erfolgreichen Einführung der Schulgeldfreiheit ist ein wichtiger Baustein zur Steigerung der Ausbildungszahlen für die privaten staatlich anerkannten Berufsfachschulen geschaffen. Die Abschaffung des Schulgeldes stellt dabei eine erhebliche Entlastung für die Auszubildenden dar, die bisher ihre Ausbildung bei einem der privaten beruflichen Bildungsträger selbst finanzieren mussten. Ab Anfang April zahlen nun alle Schüler kein Schulgeld mehr und nicht etwa nur diejenigen, die die dreijährige Ausbildung in diesem Jahr neu beginnen. Dabei konzentriert sich die Regelung auf die Gesundheitsfachberufe, die für das Gesundheitswesen in Hamburg relevant sind und deren Finanzierung nicht schon anderweitig geregelt ist. An Krankenhäuser angeschlossene Schulen werden von der Krankenversicherung finanziert.

Nicht zuletzt durch die Einführung der Schulgeldfreiheit können die Berufsfachschulen in Hamburg aktuell eine enorme Steigerung in den Bewerberzahlen für den kommenden Ausbildungsjahrgang verzeichnen. Es ist daher mit einem erheblichen Anstieg der Ausbildungszahlen zu rechnen. Seitens der BGV wird das Kontingent der förderungsfähigen Plätze im Jahr 2020 nochmals um fünf Prozent ausgeweitet. Eine vollständige Auslastung der geförderten Plätze ist aktuell noch nicht gegeben, da die bereits laufenden Ausbildungsgänge vor Einführung der Schulgeldfreiheit nicht vollständig besetzt werden konnten.

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