Moosrosenweg 17 schließt

Hallo an alle Ehrenamtlichen,

nun ist es soweit wir wissen jetzt wann der Moosrosenweg 17 schließen wird bzw. bis wann alle Bewohnerinnen und Bewohner ausgezogen seinen müssen.

Zum 31.08.2019 wird die Wohnunterkunft geschlossen. Alle Bewohnerinnen und Bewohner müssen deshalb bis spätestens 22.05.2019 in eine eigene Wohnung ausziehen oder in eine andere Unterkunft verlegt werden.      

Wir würden uns freuen, wenn Sie die Bewohnerinnen und Bewohner weiterhin bei der Wohnungssuche unterstützen und bedanken uns im Voraus für Ihre Mühe.                      

Die Unterkunft war befristet bis zum Beginn einer Wohnbebauung.


Workshop „Basiswissen Islam“

 

Terminhinweis:

Workshop „Basiswissen Islam“ für Freiwillige in der Flüchtlingsarbeit sowie Interessierte

am 04.12.2017 von 17.30 bis 20.30 Uhr

Konventsaal der Kirche am Rockenhof

Rockenhof 1

22359 Hamburg

 

Nähere Informationen zu Inhalt und Anmeldung entnehmen Sie bitte diesem Link.

Erfolgreicher Start „Café Exil“

Am 16. Dezember fand im Gemeindehaus der Osterkirche die Auftaktveranstaltung des „Café Exil“ statt.

Gut besucht von Menschen aus der Unterkunft Moosrosenweg gab es viele Gesprächsanlässe mit erwachsenen Männern, Müttern und ihren Kindern.

Bei Kaffee, Tee und Kuchen wurde mit den Kindern gespielt, mit den Erwachsenen Alltagssorgen geklärt (was bedeutet das Schreiben vom Jobcenter? Wann gilt meine CC-Karte am Wochenende?).

Wir danken den ehrenamtlichen Helfern für die Organisation.

Ab Freitag, dem 6. Januar, soll das Café wöchentlich um 14 Uhr öffnen.

Deutschunterricht erfolgreich gestartet

Nachdem die AG Sprache seit einigen Wochen regelmäßig zwei gut besuchte Termine Deutschunterricht pro Woche anbietet, freuen wir uns, dass wir das Angebot nun ausweiten können. Ab dem 07.12.2016 wird das Team der AG Sprache einen Stundenplan mit insgesamt vier Terminen pro Woche anbieten. Im neuen Jahr kommt dann noch ein weiterer Termin – Stricken, Nähen und Sprechen – hinzu.

In den Unterrichtsstunden erweitern wir den Wortschatz, üben das Schönschreiben und die Aussprache, bauen nach und nach Grammatikkenntnisse auf und haben viel Spaß. Als Themen haben wir bereits Hamburg mit seinen Stadtteilen und Alster und Elbe behandelt, das Fahren mit den Verkehrsmitteln des HVV, das Märchen Hänsel & Gretel und ganz aktuell die Advents- und Weihnachtszeit.

Wir freuen uns weiterhin über Mitstreiter, die entweder einen Termin fest als Lehrer, Co- Lehrer, Kinderbetreuer und Hausaufgabenhilfe abdecken wollen oder die flexibel als Springer im Falle von Abwesenheiten des festen Teams unterstützen können. Schreiben Sie uns einfach eine Mail an sprache@bramfeld-hilft.de

04.12.2016/SQ

 

IMMER MEHR MENSCHEN SIND IN HAMBURG FREIWILLIG ENGAGIERT

Der neue Freiwilligensurvey liegt vor

36 % der Hamburgerinnen und Hamburger über 14 Jahre waren 2014 in unterschiedlichen Engagementfeldern freiwillig engagiert. Das sind rund 555.000 Menschen. Wird das enorme Engagement für Geflüchtete hinzu gerechnet, das 2014 noch nicht in dem Maße ausgeprägt war wie heute, dürfte die Anzahl der Engagierten in Hamburg inzwischen noch deutlich höher liegen.

Der Deutsche Freiwilligensurvey ist die größte aktuelle empirische Untersuchung zur Zivilgesellschaft und zum freiwilligen Engagement in Deutschland. Er wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Auftrag gegeben und seit 1999 alle fünf Jahre zur Verfügung gestellt. Der Freiwilligensurvey wurde durch das Deutsche Zentrum für Altersfragen in Berlin für das Jahr 2014 durchgeführt. Die Ergebnisse sind repräsentativ. Wie in den Jahren zuvor hat die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration auch für den aktuellen Freiwilligensurvey eine Sonderauswertung für Hamburg in Auftrag gegeben.

Ähnlich wie in den anderen Bundesländern hat das Engagement in Hamburg zugenommen. Der Zuwachs gegenüber der letzten Untersuchung im Jahr 2009 beträgt 7,2 Prozentpunkte, dies entspricht rund 105.000 Personen mehr. Ermutigend sind auch die Ergebnisse zur Bereitschaft und zum Interesse von bisher nicht Engagierten, sich in Zukunft für ein freiwilliges Engagement einzusetzen. 15,6 % der bisher nicht Engagierten geben an, sich in Zukunft „sicher zu engagieren“ und 50,1 %, sich in der Zukunft „vielleicht zu engagieren“.

Senatorin Melanie Leonhard sagt zu den Ergebnissen des Länderberichts: „Ich bin sehr stolz und dankbar, dass sich immer mehr Menschen in ihrer Freizeit engagieren. Ob das im Sport, im Katastrophenschutz, in sozialen Einrichtungen, im Bildungsbereich oder in der Flüchtlingshilfe ist, das freiwillige Engagement fördert die Teilhabe und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und in unserer Stadt. Ich bin zuversichtlich, dass wir in den nächsten fünf Jahren weitere freiwillig Engagierte gewinnen können. Hierzu bietet die im Jahr 2014 vom Senat verabschiedete Engagementstrategie 2020 eine gute Grundlage, die u.a. eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und eine Verbesserung der Strukturen und Rahmenbedingungen vorsieht und weiter konsequent gemeinsam mit vielen Akteuren aus der Zivilgesellschaft umgesetzt wird.“

Das AKTIVOLI Landesnetzwerk erklärt zur Veröffentlichung des Länderberichts:

„Dass Hamburg ein überdurchschnittliches Potential an engagementbereiten Mitbürgerinnen und Mitbürgern hat, verstehen wir als Auftrag. Das AKTIVOLI Landesnetzwerk steht als Plattform und langjähriges Netzwerk bereit und hat bereits viele Schritte vollzogen, um Mitbürgerinnen und Mitbürgern effizient und erfolgreich über Engagementmöglichkeiten zu informieren, sie zu beraten und aus der Fülle der Möglichkeiten in ein passgenaues Engagementfeld zu vermitteln.

Der aktuelle Freiwilligensurvey macht deutlich, was es braucht, um auch zukünftig erfolgreich das Engagement der Bürgerinnen und Bürger zu fördern:

  • auskömmlich und verlässlich finanzierte engagementfördernde Strukturen – wie Freiwilligenagenturen usw.,
  • kompetente und gut ausgebildete Freiwilligenkoordinatorinnen und -koordinatoren in den Einrichtungen und
  • eine bereitere Vernetzung und Bündelung der verschiedenen zivilgesellschaftlichen ‚Player‘ im Feld des freiwilligen Engagements: Vom Sport über den Natur- und Umweltschutz, die Stadtentwicklung, Kultur, Bildung bis zum sozialen Bereich, um gemeinsam die Engagementpolitik der Stadt fachlich und fachpolitisch besser fördern und ggf. auch fordern zu können.“

Hintergrundinformationen

Freiwilligensurvey: www.hamburg.de/engagement/veroeffentlichungen/3076870/freiwilligensurvey-hamburg

Engagementstrategie 2020: www.hamburg.de/freiwilligenstrategie-2020

Forum Flüchtlingshilfe: www.hamburg.de/forum-fluechtlingshilfe

Wie sicher ist „sicher“?

Gerne weisen wir Sie auf die Veranstaltung „Wie Sicher ist ’sicher‘? Afghanistan als ’sicheres Herkunftsland‘“ am 4. Juli um 19 Uhr in Hamburg (Hamburger Botschaft, Sternstraße 62, 20357 Hamburg) hin. Wir zeigen den FilmSpring in Afghanistan“ mit persönlichen Betrachtungen über den Alltag in Kabul und die Gründe für Flucht und Emigration. Im Anschluss diskutiert Latifa Kühn mit Kazim Abaci (Fachsprecher für Flüchtlinge der SPD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft) und Alexey Yusupov (Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung Afghanistan) sowie Hamburger Geflüchteten aus Afghanistan.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: www.fes.de/lnk/2al

Direkt zur Anmeldung geht es hier: www.fes.de/lnk/2as

Hier finden Sie einen Flyer zu Veranstaltung, die öffentlich und kostenfrei ist. Wir freuen uns, wenn Sie Interessierte auf die Veranstaltung hinweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr FES-Team

Julius-Leber-Forum

der Friedrich-Ebert-Stiftung

Rathausmarkt 5

20095 Hamburg

Tel. 040-325874-0

hamburg@fes.de

www.julius-leber-forum.de

 

Aufruf zum Zusammenschluss Hamburger Flüchtlingsinitiativen

Hamburg wächst und verändert sich. Vor allem im letzten Jahr sind Tausende Geflüchtete in unserer Stadt angekommen und werden bleiben.

Wir, die vielen HelferInnen in den Hamburger Stadtteil- und Flüchtlingsinitiativen, stellen uns dieser Aufgabe. Wir sehen sie als Chance. Und engagieren uns, um das Willkommen, die Begleitung und Förderung der Geflüchteten und damit unser aller Zusammenleben zu gestalten. Integration ist kein Schlagwort, sie ist vielmehr eine komplexe Aufgabe der gesamten Gesellschaft. Integration muss auf Augenhöhe erfolgen.

Mit der heutigen Vereinigung Hamburger Flüchtlingsinitiativen bündeln wir unsere Erfahrungen und Kenntnisse und schaffen eine Plattform für den gegenseitigen Austausch und die Vertretung unserer Interessen.

Wir reden und planen mit, wenn es um die Lebenssituation der Asylsuchenden und unsere gemeinsame urbane Zukunft geht. Im konstruktiv-kritischen Dialog mit Senat, Behörden und Einrichtungsbetreibern bringen wir unsere Expertise ein, um die Geflüchteten angemessen zu versorgen und ihnen in unserer Stadt eine sichere Perspektive zu ermöglichen. Wir erwarten, als Interessenvertretung zusammen mit den Selbstorganisationen der Geflüchteten von den Behörden und Betreibern als gleichberechtigte Akteure anerkannt zu werden.

Wir werfen unsere Stärke, das enorm gewachsene Gewicht der Flüchtlingsinitiativen, in die Waagschale und rücken die Sicht der Geflüchteten in den Mittelpunkt. Wir kritisieren unzumutbare Verhältnissen (z.B. bei der Unterbringung) und eine verschärfte Abschiebepraxis. Die Klassifizierung angeblich „sicherer Herkunftsländer“, in denen viele Menschen rechtlos sind und verfolgt werden, lehnen wir ab. Wir schließen uns in dieser Hinsicht den kritischen Analysen von ProAsyl und Amnesty International an.

Wir begreifen Migration, Flucht und Asyl als Menschenrecht. Bei uns angekommen, müssen sich die Menschen auf ein verbindliches Rechtssystem verlassen können. Asyl ist ein Grundrecht. Grundrechte von Menschen sind kein Gegenstand von Volksentscheiden. Die Würde ALLER Menschen ist unantastbar.

– Wir setzen uns ein für eine umfassende Willkommens- und Ankommenskultur.

– Wir fordern die kurzfristige Entwicklung von Standards für den Betrieb der Flüchtlingsunterkünfte. Zelte und Baumärkte sind als Unterbringung menschenunwürdig.

– Wir erwarten vernünftige Bleibe-, Wohn-, Bildungs- und Arbeitsperspektiven mit entsprechenden flankierenden Programmen.

– Wir befürworten die massive Ausweitung des sozialen Wohnungsbaus zur Sicherung des sozialen Friedens.

– Zentral für jede Form des zukünftigen Zusammenlebens ist die gleichberechtigte Beteiligung und aktive Einbeziehung der Geflüchteten und ihrer Zusammenschlüsse von Anfang an.

– Wir setzen mit unserem Engagement ein deutliches Zeichen gegen Rasssismus und Fremdenfeindlichkeit.

Wir rufen die Hamburger Stadtteil- und Flüchtlingsinitiativen auf, sich unserer Bewegung anzuschließen und unsere gemeinsame Stimme in Hamburg unüberhörbar zu machen.