IMMER MEHR MENSCHEN SIND IN HAMBURG FREIWILLIG ENGAGIERT

Der neue Freiwilligensurvey liegt vor

36 % der Hamburgerinnen und Hamburger über 14 Jahre waren 2014 in unterschiedlichen Engagementfeldern freiwillig engagiert. Das sind rund 555.000 Menschen. Wird das enorme Engagement für Geflüchtete hinzu gerechnet, das 2014 noch nicht in dem Maße ausgeprägt war wie heute, dürfte die Anzahl der Engagierten in Hamburg inzwischen noch deutlich höher liegen.

Der Deutsche Freiwilligensurvey ist die größte aktuelle empirische Untersuchung zur Zivilgesellschaft und zum freiwilligen Engagement in Deutschland. Er wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Auftrag gegeben und seit 1999 alle fünf Jahre zur Verfügung gestellt. Der Freiwilligensurvey wurde durch das Deutsche Zentrum für Altersfragen in Berlin für das Jahr 2014 durchgeführt. Die Ergebnisse sind repräsentativ. Wie in den Jahren zuvor hat die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration auch für den aktuellen Freiwilligensurvey eine Sonderauswertung für Hamburg in Auftrag gegeben.

Ähnlich wie in den anderen Bundesländern hat das Engagement in Hamburg zugenommen. Der Zuwachs gegenüber der letzten Untersuchung im Jahr 2009 beträgt 7,2 Prozentpunkte, dies entspricht rund 105.000 Personen mehr. Ermutigend sind auch die Ergebnisse zur Bereitschaft und zum Interesse von bisher nicht Engagierten, sich in Zukunft für ein freiwilliges Engagement einzusetzen. 15,6 % der bisher nicht Engagierten geben an, sich in Zukunft „sicher zu engagieren“ und 50,1 %, sich in der Zukunft „vielleicht zu engagieren“.

Senatorin Melanie Leonhard sagt zu den Ergebnissen des Länderberichts: „Ich bin sehr stolz und dankbar, dass sich immer mehr Menschen in ihrer Freizeit engagieren. Ob das im Sport, im Katastrophenschutz, in sozialen Einrichtungen, im Bildungsbereich oder in der Flüchtlingshilfe ist, das freiwillige Engagement fördert die Teilhabe und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und in unserer Stadt. Ich bin zuversichtlich, dass wir in den nächsten fünf Jahren weitere freiwillig Engagierte gewinnen können. Hierzu bietet die im Jahr 2014 vom Senat verabschiedete Engagementstrategie 2020 eine gute Grundlage, die u.a. eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und eine Verbesserung der Strukturen und Rahmenbedingungen vorsieht und weiter konsequent gemeinsam mit vielen Akteuren aus der Zivilgesellschaft umgesetzt wird.“

Das AKTIVOLI Landesnetzwerk erklärt zur Veröffentlichung des Länderberichts:

„Dass Hamburg ein überdurchschnittliches Potential an engagementbereiten Mitbürgerinnen und Mitbürgern hat, verstehen wir als Auftrag. Das AKTIVOLI Landesnetzwerk steht als Plattform und langjähriges Netzwerk bereit und hat bereits viele Schritte vollzogen, um Mitbürgerinnen und Mitbürgern effizient und erfolgreich über Engagementmöglichkeiten zu informieren, sie zu beraten und aus der Fülle der Möglichkeiten in ein passgenaues Engagementfeld zu vermitteln.

Der aktuelle Freiwilligensurvey macht deutlich, was es braucht, um auch zukünftig erfolgreich das Engagement der Bürgerinnen und Bürger zu fördern:

  • auskömmlich und verlässlich finanzierte engagementfördernde Strukturen – wie Freiwilligenagenturen usw.,
  • kompetente und gut ausgebildete Freiwilligenkoordinatorinnen und -koordinatoren in den Einrichtungen und
  • eine bereitere Vernetzung und Bündelung der verschiedenen zivilgesellschaftlichen ‚Player‘ im Feld des freiwilligen Engagements: Vom Sport über den Natur- und Umweltschutz, die Stadtentwicklung, Kultur, Bildung bis zum sozialen Bereich, um gemeinsam die Engagementpolitik der Stadt fachlich und fachpolitisch besser fördern und ggf. auch fordern zu können.“

Hintergrundinformationen

Freiwilligensurvey: www.hamburg.de/engagement/veroeffentlichungen/3076870/freiwilligensurvey-hamburg

Engagementstrategie 2020: www.hamburg.de/freiwilligenstrategie-2020

Forum Flüchtlingshilfe: www.hamburg.de/forum-fluechtlingshilfe